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Weiberfastnacht und Rosenmontag 2011- Bilanz des Rettungsdienstes und der Feuerwehr Köln

Die Veranstaltungen in der Stadt Köln in der Zeit von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch erfordern umfangreiche Vorbereitungen und den Einsatz aller verfügbaren Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Gleichzeitig müssen auch Kräfte für das "normale" Einsatzgeschehen in Köln bereitgehalten werden. Dieser Bericht beschreibt das Einsatzaufkommen zur Weiberfastnacht am 03.03.2011 uns am Rosenmontag, 07.03.2011.
03.03.2011 07:00
Köln
Deutschland / Nordrhein-Westfalen
Ereignis: Sonstige
Bereich: oeffentliche Bereiche
Objekt: Sonstige
Stichworte: Großveranstaltung, Hilfeleistung, Massenanfall von Verletzten, Rettungsdienst
Autor: Kiesecker, Bernd Geßmann, Adrian Roehrle, BF Köln
Quelle: Direktinformation

 

Bericht

Weiberfastnacht 2011- Bilanz des Rettungsdienstes und der Feuerwehr Köln bis 20 Uhr

Bedingt durch das schöne Wetter war die Weiberfastnacht eine besondere Herausforderung für den Rettungsdienst und die Feuerwehr der Stadt Köln.

In der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr mussten 594 Rettungsdiensteinsätze abgearbeitet werden. Dies sind 107 Einsätze mehr als im letzten Jahr. Alleine zwischen 16.00 und 17.00 Uhr fielen 79 Einsätze an.
Für die Sicherheit der Feiernden waren neben den 37 Rettungswagen der normalen Vorhaltung zusätzlich 32 weitere Fahrzeuge im Dienst. Die sieben Notarzteinsatzfahrzeuge wurden um zwei weitere verstärkt. Beteiligt waren auch die vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfallhilfe, Malteser-Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz. In deren Verantwortung lag der Sanitätsdienst zur Erstversorgung der Patienten in der Altstadt und im Bereich der Zülpicher Straße.

Der Sanitätsdienst zählte 490 Hilfeleistungen, hiervon waren 129 durch Alkoholmissbrauch verursacht. Lediglich 16 Schnittverletzungen mussten behandelt werden, diese Zahl lag unter denen des Vorjahres und ist unter anderem auf das Glasverbot zurückzuführen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft befuhr außerdem mit mehreren Booten den Rheinstrom. Eine in den Rhein gestürzte Person konnte deshalb sehr schnell gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Am Zülpicher Platz und am Pfälzer Ring wurden am späten Nachmittag jeweils eine Person von einer KVB- Bahn angefahren und schwer verletzt. Die jungen Männer wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser der Maximalversorgung transportiert.

Die Leitstelle der Feuerwehr Köln war personell verstärkt um dem erhöhten Notrufaufkommen gerecht zu werden.

Eine Einsatzleitung im Bereich der Altstadt koordinierte den Bereitstellungsraum des Rettungsdienstes. Der Fernmeldedienst der Freiwilligen Feuerwehr leistete hierbei wertvolle Unterstützung.

Weiberfastnacht 2011 - 24 Stunden-Bilanz für Rettungsdienst, Brandschutz und Technische Hilfeleistung

Ergänzend zur 12-Stunden-Bilanz zu Weiberfastnacht, welche den Zeitraum von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr abdeckte, nachfolgend nun die weitere Entwicklung für die Zeit von 20.00 Uhr bis zum 04.03.2011, 7.00 Uhr.

Erfahrungsgemäß sind die Einsatzzahlen an Weiberfastnacht tagsüber deutlich höher als in den Nachtstunden. Außergewöhnliche und  berichtenswerte Einsätze fielen in den Nachtstunden der diesjährigen Weiberfastnacht nicht mehr an.

In den Nachtstunden vom 03.03.2011, 20.00 Uhr bis 04.03.2011, 7.00 Uhr wurden insgesamt 301 Rettungsdiensteinsätze im Stadtgebiet Köln abgewickelt. Im vergangenen Jahr fielen im gleichen Zeitraum 320 Einsätze an. Im 24-Stunden-Vergleich sind in diesem Jahr mit 895 Einsätzen  insgesamt 88 Einsätze mehr als im vergangenen Jahr an Weiberfastnacht durchgeführt worden. Hier liegt die Vermutung nah, dass diese Entwicklung auf das frühlingshaften Wetter und damit auf höheren Besucherzahlen zurückzuführen ist.

Im Bereich Brandschutz / Technische Hilfeleistung wurden vom 3.3.2011 7.00 Uhr bis 4.3.2011, 7.00 Uhr 50 Einsätze durchgeführt, im vergangenen Jahr waren es 46 Einsätze.

Rosenmontag bei herrlichem Sonnenschein

Am Rosenmontag, 07. März 2011, wurde der Rosenmontagszug neben der Unterstützung durch herrlichen Sonnenschein ebenfalls durch die Berufsfeuerwehr Köln unterstützt. In einem Einsatzleitwagen unterstützte die Berufsfeuerwehr die Aufstellung, die Durchführung und die Auflösung des Rosenmontagszuges.

Bereits ab 07:00 Uhr steht der Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr mit einer Besatzung ergänzt durch 2 Mitarbeiter des Zugleiters für die Aufstellung des Rosenmontagszuges als zentrale Leitstelle zur Verfügung. Mit dem Start um 10:30 Uhr hilft diese mobile Leitstelle dem Zugleiter bei der Steuerung des Zuges. Zahlreiche Zugordner entlang des Rosenmontagszuges waren über Funk mit der mobilen Leitstelle verbunden und tauschten relevante Informationen und Entscheidungen des Zugleiters untereinander aus. Der ELW diente damit auch als Schnittstelle zwischen dem Rosenmontagszug und den Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Sollte es während des Rosenmontagszuges oder entlang des Zugweges zu nennenswerten Ereignissen kommen, können erforderliche Maßnahmen auf direktem Weg mit dem Zugleiter abgestimmt werden. Dieser Vorteil hatte sich bereits am frühen Morgen bewährt als es in der Nähe des Domes in einem Hotel zu einem Feuerwehreinsatz kam. Ein Druckknopfmelder einer Brandmeldeanlage wurde betätigt, ein Ereignis jedoch nicht festgestellt werden. Umgehend konnten Maßnahmen mit der Zugleitung abgestimmt werden. Diesmal war es eine Fehlalarmierung, doch die vorbereiteten Maßnahmen haben funktioniert.

Mitglieder der Karnevalsgesellschaft „Kölsche Funkentöter“ mit Feuerwehrmännern in historischer Uniform begleitete den Einsatzleitwagen mit einer historischen Spritze, die noch von Pferden gezogen werden muss und einem der modernsten Tanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Köln an der Spitze des Rosenmontagszuges.

Neben erfreulichen Ereignissen wurden im Zeitraum von 7 Uhr bis 20 Uhr durch den Rettungsdienst Köln 366 Patienten behandelt und teilweise in Krankenhäuser befördert. Im Vergleich zum Rosenmontag des letzten Jahres war dies eine Steigerung um ca. ein Zehntel.

An den Unfallhilfsstellen wurden insgesamt 198 Jecken durch 567 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen behandelt. Zumeist konnten diese dann wieder entlassen werden, doch 57 Personen mussten durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Köln weiter versorgt werden. Durch die Erfreulicherweise sind Verletzungen aufgrund von Glas zurückgegangen. Ebenfalls konnte ein Rückgang der alkoholisierten Personen unter 18 Jahren verzeichnet werden.


Ansprechpartner:

Feuerwehr Köln

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erstellt von rschmeisser am - 05.08.2011 10:40