Zu enges Treppenhaus
Bericht
Ein Hausarzt wies eine in Rodenkirchen wohnhafte Frau (ca. 40 Jahre alt) wegen einer Atemwegserkrankung in ein Krankenhaus ein. Allerdings gestaltete sich der üblicherweise problemlose Transport mit einem Rettungswagen überaus schwierig, da die Dame extrem schwergewichtig war und sitzend transportiert werden sollte. Außerdem musste sie permanent mit Sauerstoff versorgt werden. Da das Treppenhaus für das bei der Berufsfeuerwehr vorgehaltene überbreite Spezialtransportgerät für Schwergewichtige zu eng war, wurde ein Transport durch das Fenster der im 1.Obergeschoß gelegenen Wohnung erwogen. Dieser Weg hätte jedoch einen größeren Wanddurchbruch und das Entfernen großer Bäume erforderlich gemacht. Es wurde deswegen das Treppenhausgeländer entfernt. Der Platz reichte jedoch immer noch nicht aus, um die Spezialkrankentrage von mindestens 8 Feuerwehrleuten tragen zu können. Deswegen errichteten die Höhenretter der Berufsfeuerwehr im Treppenhaus einen Flaschenzug und eine weitere Führungseinrichtung, um die Transportwanne möglichst schonend ablassen zu können. Zusätzlich musste die Transportwanne vor Ort dem Körper der Patientin angepasst werden. Hier kam Material des Rüstwagens zum Einsatz. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich planungsgemäß, die Frau vor das Haus zu bringen und dort auf ein Spezialkrankentransportbett zu legen. Dieses kann in einem busähnlichen Spezialfahrzeug des Kölner Rettungsdienstes transportiert werden, wobei die Betreuung der Patientin durch den Notarzt jederzeit möglich ist. Im Zielkrankenhaus angekommen, wurde die Patientin in ein Spezialbett des Krankenhauses umgelagert, hier kamen 5 Einsatzkräfte eines weiteren Löschfahrzeugs zum Einsatz.
Insgesamt dauerten Erkundung, Planung, Einsatzdurchführung und Übergabe der Patientin 5 Stunden. Im Einsatz waren rund 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Johanniter Unfallhilfe mit 10 Einsatzfahrzeugen. Sie kamen von den Feuerwachen Marienburg, Ehrenfeld (Höhenretter), Innenstadt, Ostheim, Porz und Weidenpesch (Einsatzführungsdienst).



