PKW im Rhein versunken, Besatzung von Passant gerettet
Bericht
PKW im Rhein versunken, Besatzung von Passant gerettet
Bei der Leitstelle der Feuerwehr Köln lief am Dienstag, den 16. November 2010 ein Notruf über ein im Rhein versunkenes Fahrzeug ein. Demnach war ein Pkw im dichten Nebel an der Autofähre in Köln-Langel über die Rampe hinaus in den Rheinstrom gefahren. Im Fahrzeug wurden Personen vermisst. Der Einsatz wurde unter dem Stichwort „Person im Rhein“ eröffnet. Daraufhin rückten Löschfahrzeuge und Rettungsdienst der zuständigen Feuerwache Chorweiler, die Feuerwehrtaucher der Wache Altstadt sowie Lösch- und Rettungsboot der Löschbootstation im Deutzer Hafen aus. Vor Ort stellten die ersten Kräfte fest, dass sich in dem Mittelklasse-Pkw zwei Insassen befanden. Der Fahrer (61 Jahre alt) hatte sich selbst an Land gerettet. Sein 36-jähriger Beifahrer hatte das Fahrzeug beim Eintauchen zwar verlassen, konnte sich jedoch nur aufs Dach retten. Während das Auto immer weiter in den Rheinstrom rollte, kam glücklicherweise ein Radfahrer vorbei und nahm den um Hilfe rufenden Mann wahr. Er bewegte sich halb gehend, halb schwimmend, in die Fluten und rettete den Beifahrer an Land. Der 51-jährige Retter, der ursprünglich die letzte Fähre nach Hitdorf erreichen wollte, wurde ebenso wie die beiden Fahrzeuginsassen vom Rettungsdienstpersonal und Notärzten untersucht. Alle sind, trotz leichter Unterkühlung, wohlauf und werden zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht.
Eine Bergung des Fahrzeuges konnte nicht gleich erfolgen. Erst mit Tageslicht und nach Abzug des Nebels ist es möglich, den Wagen im Rheinstrom zu lokalisieren und eine Bergung einzuleiten. Der Fährverkehr zwischen Langel und Hitdorf wurde bis dahin eingestellt.
Im Einsatz waren 31 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 11 Fahrzeugen. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.
PKW im Rhein geortet, aber noch nicht geborgen
Das Wasser- und Schifffahrtsamt bat die Berufsfeuerwehr Köln um Amtshilfe, um den PKW zu bergen. Die Feuerwehr rückte mit dem Führungsdienst, der Tauchergruppe sowie einem Rüstwagen erneut zur Rheinfähre in Köln-Langel aus. Das für die Verkehrssicherheit auf dem Rhein zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt ortete das Mittelklassefahrzeug 30 bis 40 m vom Ufer entfernt in etwa 6 m Tiefe. An dieser Stelle ist die Strömung allerdings so stark, dass der Taucheinsatzführer entschied, dass zunächst ein Taucherschutzschild vor dem PKW herunter gelassen werden muss, bevor ein Taucher zu dem Auto tauchen kann, um es anschlagen und anschließend bergen zu können. Da dies am selben Tag nicht mehr erfolgen konnte, fand die Bergung daher am Donnerstag, 18.11.2010, statt.
Ein solches Taucherschutzschild, auch Strömungsschild genannt, besteht aus Stahl und ist etwa 10 m hoch und 5 m breit. Es reduziert die vorhandene Strömung soweit, dass die Taucher unter Wasser arbeiten können. Das angehängte Bild zeigt das Bergungsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamts.

Quelle: Feuerwehr Köln, Bildstelle
2 Fahrzeuge aus dem Rhein geborgen
Die Feuerwehr Köln unterstützte auch am 18.11. das Wasser- und Schifffahrtsamt bei der Bergung und Suche eines PKW, der am Dienstagabend bei der Rheinfähre in Köln-Langel in den Fluss gefahren war. Hierbei fanden die Einsatzkräfte noch einen weiteres Auto, dass schon länger im Wasser gelegen haben muss.
Heute Vormittag war man zunächst davon ausgegangen, dass es sich bei dem Auto, welches das Wasser- und Schifffahrtsamt mit ihren Ortungsgeräten gefunden hatte, um jenes handele, dass seit vorgestern vermisst wurde. Doch als dieses an die Wasseroberfläche gehoben wurde, wurde schnell klar, dass das Fahrzeug schon länger dort gelegen haben muss. Das Auto wurde für die weitere Ermittlungsarbeit an die Polizei übergeben.
Die Tauchergruppe der Feuerwehr Köln suchte daraufhin in einem speziellen Suchmuster den Bereich um die Rampe der Fähre ab und fand das ursprünglich vermisste Fahrzeug. Auch hier schlugen die Taucher mit Ketten das Fahrzeug unter Wasser an, damit es anschließend vom Bergungsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamts gehoben und an Land gebracht werden konnte. Das Auto wurde dem Eigentümer übergeben.
Im Einsatz befanden sich die Tauchergruppe von der Feuerwache Innenstadt, ein Rettungswagen aus Chorweiler, die Bildstelle von der Feuerwache Marienburg, das Rettungsboot "Ursula" sowie der Führungsdienst aus Weidenpesch mit insgesamt 16 Einsatzkräften und 6 Fahrzeugen.
Quelle: Feuerwehr Köln, Bildstelle



