Rodenkirchen: 4 Personen drohten im Schlamm einzusinken
Bericht
Am heutigen Abend um 17:54 Uhr wurde der Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bund zu einem Notfall in den Martinsweg nach Rodenkirchen alarmiert.
Die Besatzung des Rettungswagens fand insgesamt vier Personen vor, die im Schlamm einzusinken drohten. Zu dieser Notlage ist es nach derzeitiger Erkenntnis wie folgt gekommen:
Bei seinem abendlichen Spaziergang hat ein 82-jähriger Passant eine Abkürzung über eine vermeintliche Wiese gewählt. Auf diesem Gelände wurde vor Wochen ein Gebäude abgerissen und die Abrissfläche mit Erde verfüllt. Durch das heute eingesetzte Tauwetter weichte die Erde auf, so dass der Spaziergänger bis zur Brust im eiskalten Schlamm einsank. Drei Anwohner, die auf die Notlage des Spaziergängers aufmerksam wurden, begaben sich daraufhin zu dem Verunfallten, um ihn aus seiner Zwangslage zu befreien. Bei diesem Rettungsversuch sanken die drei Ersthelfer ebenfalls bis zu den Knien in das aufgeweichte Erdreich ein.
Nach Eintreffen des Rettungswagens wurden zunächst die drei Helfer mittels der auf dem Rettungswagen verlasteten Schaufeltrage aus dem Schlamm befreit. Parallel hierzu wurden durch die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung nachgefordert. Der Spaziergänger wurde durch die Besatzung des Rettungswagens bis zum Eintreffen der nachgeforderten Kräfte vor einem weiteren Einsinken gesichert. Hierbei wurde die Schaufeltrage als befestigter Untergrund für die Sicherung der Person umfunktioniert.
Die Kräfte der Feuerwehr konnten nach Eintreffen die Person über Leiterteile – ähnlich wie bei einer Eisrettung – aus dem Schlamm retten.
Die gerettete Person wurde anschließend vom Rettungsdienst versorgt und in ein Kölner Krankenhaus transportiert.
Größere gesundheitliche Schäden am Verunglückten verhinderte die schnelle Reaktion der Anwohner. Durch das bedachte Handeln der ersteintreffenden Rettungswagenbesatzung konnte eine Gefährdung für die Ersthelfer und eine zügige Rettung des Verunfallten durch die Kräfte der Feuerwehr sichergestellt werden.
Im Einsatz waren neben dem Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes, ein weiterer Rettungswagen der Berufsfeuerwehr, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der Löschzug der Feuer- und Rettungswache Marienburg sowie der Führungsdienst.



